Vergabeverfahren Sanierung des Hallenbads in Meldorf

Vergabeunterlage

Hinweise / Berichtigungen

Hinweis/Berichtigung Nr. 1

Frage:

Zu Ziffer 2.4 der Vergabeunterlagen:

Ist die Präsentation mit dem Angebot zum 02.06.2022 einzureichen oder wird diese erst zum Verhandlungsgespräch am 09.06.2022 benötigt?

Antwort:

Die Präsentation wird erst zum Verhandlungsgespräch am 09.06.2022 benötigt und ist nicht mit dem Angebot einzureichen.

Hinweis/Berichtigung Nr. 2

Frage:

Zu Ziffer 2.6 der Vergabeunterlagen:

  • Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen i. H. von jeweils mind. 10,0 Mio. €

Unseres Erachtens handelt es sich hier um eine Forderung von unverhältnismäßig hohen Deckungssummen, da der Auftragswert laut Bekanntmachung 7.354.758,41 EUR netto beträgt. Der Gegenstandswert der Haftpflichtversicherung würde insofern den Maßnahmenwert übersteigen. Nach Verkehrssitte üblich sind in vergleichbaren Verfahren Versicherungssummen in Höhe von 3,0 Mio. € für Sach- und Vermögensschäden und 3,0 Mio. € für Personenschäden bei 3-facher Maximierung pro Versicherungsjahr.

  • Polizeiliches Führungszeugnis

Die Ausstellung eines polizeilichen Führungszeugnisses dauert nach Angabe des Bundesamtes für Justiz in der Regel 1 – 2 Wochen und kann nur für natürliche Personen beantragt werden. Für juristische Personen kann lediglich ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister beantragt werden. Was genau ist hier gefordert? Falls ein polizeiliches Führungszeugnis eingereicht werden soll – für welche Personen? Ist diese Forderung auf die handelnden Projektleiter bezogen oder auf die Geschäftsführer beschränkt?

Antwort:

  • Hier handelt es sich um einen Übertragungsfehler. Der Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung ist mit den Deckungssummen von jeweils mind. 3,0 Mio. € nachzuweisen. Allerdings nur von dem zur Auftragserteilung vorgesehenen Bieter.
  • Auch das Polizeiliche Führungszeugnis ist nur von dem zur Auftragserteilung vorgesehenen Bieter einzureichen. Es ist das polizeiliche Führungszeugnis des Geschäftsführers gemeint.

Hinweis/Berichtigung Nr. 3

Frage:

Im Leistungsbild nach § 34 HOAI Objektplanung Gebäude und Innenräume wird Ihrerseits die Honorarzone II vorgegeben. Nach Anlage 10.2 Objektliste Gebäude sind Hallenschwimmbäder aber den Honorarzonen IV und V zugeordnet. Sie führen hier auch „Neben- und Wirtschaftsräume von Hallenbädern“ aus, worunter man Abstellräume, Schwimmgerätelager usw. verstehen könnte. Wie sollen die Beckenumgangsbereiche, die mit hochwertigen Abdichtungen nach DIN 18534 auszustatten sind, sowie die Sanitärbereiche erfasst werden? Hier ist eine nicht unerhebliche Diskrepanz zu sehen, da für die Honorarzone II normalerweise nur einfache Tribünenbauten, einfache Verkaufslager usw. vorgesehen sind. § 5 Nr. 2 HOAI weist für die Honorarzone II auch ausdrücklich „geringe Planungsanforderungen“ aus, was wohl für ein Hallenbad unzweifelhaft unzutreffend sein sollte. Handelt es sich hier um ein Versehen? Aus unserer Sicht ist die Honorarzone IV im Sinne der taxmäßigen und nach Verkehrssitte üblichen Vergütung anzusetzen, nicht die Honorarzone II.

Antwort:

Es ist jedem Bieter freigestellt die Honorarzonen mit entsprechenden Begründungen anzupassen. Neben- und Wirtschaftsräume in Sportanlagen oder Schwimmbädern ist HZ II, Schwimmbäder, Fitness-, Wellness-oder Saunaanlagen, Großsportstätten ist HZ III oder IV nach Objektliste Innenräume 10.3. Nach Objektliste Gebäude 10.2 für Hallenschwimmbäder ist die HZ IV bzw. V möglich. Eine vernünftige Aufteilung der Leistungsbilder wird für die LP3 mit der Kostenberechnung angestrebt. Eine komplette Einstufung der Gebäude in HZ IV sehen wir hier nicht unbedingt.

Frage:

Sie haben das Leistungsbild nach § 43 Ingenieurbauwerke für die Schwimmbecken angesetzt. Dies ist nach herrschender Meinung für den Teil der Betonsanierung nach RiLi StB. Bzw. EN 1504 zutreffend. Sollte aber eine Fliesenauskleidung mit Abdichtung gewählt werden sollen oder ein Edelstahlbecken, ist die Wahl des Leistungsbildes nach § 43 HOAI zu hinterfragen, da vom genannten Leistungsbild eigentlich nur Bauwerke der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung und des Wasserbaus umfasst sind. Hier bitte ich um Aufklärung.

Antwort:

Auch hier ergibt die weitere Planung eine eventuelle Aufteilung in weitere Leistungsbilder. Spätestens mit der LP3 sollten die Planungsziele mit dem Auftraggeber abgestimmt sein.

Frage:

Für das Los 5 im Leistungsbild nach § 55 HOAI (TGA) wird eine kumulierende Summe ausgeworfen. Erfolgt diese Abfrage nur der Vereinfachung halber, um eine leichtere Vergleichbarkeit der Honorarsummen im Vergabeverfahren zu ermöglichen oder ist tatsächlich eine kumulierende Honorarermittlung für alle Anlagengruppen angestrebt? Dies widerspräche dann allerdings der Systematik der HOAI, die im § 11 Abs. 1 die getrennte Ermittlung der Honorare für jedes Objekt/jede Anlagengruppe vorgibt. Ich bitte hierzu um Aufklärung.

Antwort:

Eine Aufteilung der KG´s war für die LP 3 mit der Kostenberechnung vorgesehen. Wir können hier die Aufteilung der Kostengruppen wie folgt nennen:

  • Anrechenbare Kosten für KG410     278.971,25 € Los 4
  • Anrechenbare Kosten für KG420     193.377,80 € Los 4
  • Anrechenbare Kosten für KG430     488.199,68 € Los 4
  • Anrechenbare Kosten für KG440     477.632,59 € Los 4
  • Anrechenbare Kosten für KG450     124.163,34 € Los 4
  • Anrechenbare Kosten für KG470     900.316,29 € Los 5
  • Anrechenbare Kosten für KG480     267.347,44 € Los 4

Diese anrechenbare Kosten sind bei der Honorarermittlung entsprechend zu berücksichtigen.

Stand: 31.05.2022